Der Egel spritzt mit seinem Speichel hochwirksame Substanzen in die Bisswunde hinein, die nicht nur gerinnungshemmend, sondern auch schmerzstillend und endorphinartig wirken. Tiere beruhigen sich meist relativ schnell nach dem Biss des Egels, halten dann still und schlafen sogar oft während der Behandlung – ein Effekt, der in ähnlicher Art und Weise auch bei Akupunkturbehandlungen zu beobachten ist.

Die Anwendung von Blutegeln erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Der Einsatz der Blutegel in Arealen der Akupunktmassage hat auch eine günstige Wirkung auf innere Organe. Tiere lassen die Behandlung in der Regel entspannt über sich ergehen.

Bewährte Indikationen

Kleintiere (Hunde, Katzen, Nagetiere)

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. verletzungsbedingte entzündliche und degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke
  • Erkrankungen der Haut wie z.B. Ekzeme, Naht- und Wundheilungsstörungen.
  • Weitere Einsatzgebiete wie z.B. schlecht resorbierbare Blutergüsse (Othämatom beim Hund) und lokale eitrige Prozesse (Furunkel, Abszesse).

Großtiere (Pferde, Huf- und Klauentiere)

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie z.B. verletzungsbedingte entzündliche und degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule, der Gelenke, Sehnen, Muskeln und Bänder, Hufrollenentzündung, Spat.
  • Erkrankungen der Hufe und Klauen wie z.B. Hufrehe, Mortarello (Dermatitis digitalis oder Erdbeerkrankheit), eine Zehenhautentzündung des Rindes; Hufkrebs.
  • Erkrankungen der Haut wie z.B. Ekzeme, Mauke, Equines Sarkoid, Wundheilungsstörungen.
  • Weitere Einsatzgebiete wie z.B. Abszesse, Blutergüsse, Euterentzündungen, Phlegmone , Zahn- und Kieferbehandlungen, Venenerkrankungen.

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